In unserem Fachgebiet geht es konkret um die Marketing Automation. Dies bedeutet, dass wir einzelne Arbeitsschritte von einem System automatisieren lassen. 

Ein kurzer Exkurs

In der NORDFABRIK beschäftigen wir uns seit einigen Monaten sehr stark mit Inbound Marketing. Im Gegensatz zum klassischen Marketing, wo Informationen aktiv an den Kunden versendet werden, stellt man beim Inbound Marketing potenziellen Kunden im Web Tools und Wissen zur Verfügung und versucht sie damit anzuziehen.

Folgende vier Phasen sind dafür relevant:

  1. Anziehen – Wir «ziehen» Kunden durch relevanten und spannenden Content an
  2. Konvertieren – Wir erzeugen Überlegungen und helfen dem Kunden, sich effektiv dafür zu interessieren
  3. Abschliessen – Wenn der Anbieter hohes Know-how über die entsprechende Thematik besitzt, animiert dies den Beginn des Kaufprozesses
  4. Begeistern – Somit kann der Kunde da abgeholt werden, wo er den grössten »Need» hat und eine relevante Hilfestellung angeboten werden kann
Wie es funktioniert

Damit Marketing Automation funktionieren kann, braucht es also relevanten und spannenden Content, Tools und Wissen, welche die potenziellen Kunden interessieren und die diese auch nutzen wollen. Ebenso wichtig ist es, den eigenen Kunden sehr genau zu kennen, um auch definieren zu können, welche Inhalte für ihn von Bedeutung sein könnten. Sobald die von uns bereitgestellten Inhalte online gesucht und gefunden werden, beginnt die Marketing Automation. In unserem Fall sprechen wir von Systemen, welche den Kunden auf seinem Weg, sein eigentliches Interesse zu vertiefen, begleiten und dokumentieren (tracken). Interessiert sich der Kunde beispielsweise für Design, wollen wir ihn online mit spannenden Inputs, was gutes Design bedeutet, abholen; im Optimalfall stellen wir ihm dazu sogar sogenannte Whitepapers (Basis-Informationen) zum Download zur Verfügung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erkennen wir die Merkmale und Verhaltensweisen unseres potenziellen Kunden und können ggf. weiterführende automatisierte Aktionen planen. Zum Beispiel einen E-Newsletter, welcher sich auf das Thema Design bezieht. In diesem haben wir die Möglichkeit, den Kunden zur Abonnierung unseres Instagram-Kanals zu animieren. Auch seine Reaktion darauf können wir wiederum verfolgen und wissen daher, dass dieser Kunde sich wirklich stark mit Design auseinandersetzt.

Das heisst zusammengefasst, dass wir durch digitales und automatisiertes Begleiten eines potenziellen Kunden gemeinsam auf den Weg gehen können. Wir können den «Lead» also konvertieren und je nach Interessenslage darauf reagieren – bis zu dem Punkt, an dem ein persönlicher Kontakt sinnvoll und nötig ist.

Zukünftig kann die Marketing Automation den begleiteten Kaufprozess übernehmen. Dies bedeutet für Unternehmen (insbesondere KMU's), dass Sie dadurch eine viel höhere Präsenz erzeugen und die Zielgruppe genauer ansprechen können, jedoch erst persönlich agieren müssen, wenn die interessierte Person einen gewissen Status erreicht hat. Es handelt sich somit entsprechend um einen hochqualitativen Kontakt (Lead).

Nordische Automation

Seit einigen Wochen ist die NORDFABRIK auf dem Weg zum HubSpot-Lizenzpartner. HubSpot ist ein Marketing-Automationsinstrument, welches uns einerseits im Management vieler Online-Kanäle wie facebook, Instagram & Co. und dem entsprechenden Monitoring und Controlling, andererseits aber auch in der Ermittlung von passenden Kontakten und Kunden (Leads) unterstützt.

Nun könnte man bei diesem ganzen Prozess schnell das Stichwort «Überwachung» vermuten. Vielmehr handelt es sich jedoch um ein nützliches Vorgehen, welches vorwiegend monotone Arbeitsprozesse einspart, eine verbesserte Übersicht verschafft und vorallem folgenden Vorteil bringt: Der Kunde kennt sein Interesse und die Kompetenzen des entsprechenden Anbieters bereits vor einer direkten Kontaktaufnahme, was die Kundenbeziehung stärkt und für das Projekt eine deutlich höhere Flughöhe erlaubt.

AUTOR: DAVE MÜRNER
BILD: ADOBE STOCK